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Format
Studie
Date
1. Juni 2013

Entwicklung der Wind­energie in Deutschland

Eine Beschreibung von aktuellen und zukünftigen Trends und Charakteristika der Einspeisung von Windenergieanlagen

Einleitung

Die Erzeugung von Strom aus Windenergieanlagen wird in den nächsten Jahrzehnten das Stromsystem in Deutschland prägen. Nach dem Leitszenario des Netzentwicklungsplans wird im Jahr 2023 in Deutschland etwa jede dritte Kilowattstunde Strom in Windenergieanlagen erzeugt werden.

Für das Stromsystem ergeben sich daraus gänzlich neue Herausforderungen. Um diese frühzeitig zu erkennen und anzugehen, ist es wichtig, Transparenz zu schaffen, zum Beispiel zu den folgenden Fragen: 

  • Welche Anlagen werden heute gebaut und welche sind in der Zukunft zu erwarten?
  • Wie wirkt sich eine unterschiedliche Auslegung von Windenergieanlagen auf die Einspeisung und Anforderung auf das Residualsystem aus?
  • Weht der Wind im Süden zu anderen Zeiten als im Norden und wie groß sind gegebenenfalls die Unterschiede?

Agora Energiewende hat das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IWES) beauftragt, aktuelle Erkenntnisse zu der Entwicklung der Windenergie in Deutschland in einer Kurzstudie zusammenzufassen. Wir möchten damit eine weitere Diskussion über aktuelle und zukünftige Trends sowie über die sich daraus ergebenden Herausforderungen unterstützen. Ergänzend zu diesem Dokument veröffentlichen wir daher die Ergebnisse der Simulation der Windeinspeisung an sechs Standorten in Deutschland für alle 52 Wochen auf Basis der Wetterdaten des Jahres 2011.

Kernergebnisse

  1. Die Windtechnologie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt – heute verfügbare Anlagen erzeugen mehr Strom als solche aus früheren Jahren. Weitere Entwicklungen sind zu erwarten.

  2. Die Entwicklung von Schwachwindenergieanlagen mit höheren Türmen ermöglicht die Erschließung von Standorten mit weniger vorteilhaften Windbedingungen.

  3. Eine systemoptimierte Auslegung von Windanlagen ermöglicht eine stetigere Einspeisung mit weit höheren Volllaststunden und stellt geringere Anforderungen an das Stromsystem.

  4. Ein geographisch verteilter Ausbau führt zu einer stetigeren Einspeisung aus Windenergieanlagen. Jedoch gibt es Wochen, in denen in ganz Deutschland, sowohl im Norden als auch im Süden, sehr wenig Wind weht.

Bibliographische Daten

Autor:innen
Dr. Carsten Pape, Simon Arbach, Ann-Katrin Gerlach, Paul Kühn, Sebastian Pfaffel
Publikationsnummer
017/05-S-2013/DE
Veröffentlichungsdatum

1. Juni 2013

Seitenzahl
28
Projekt
Diese Publikation wurde erstellt im Rahmen des Projektes Referenzertragsmodell Windenergie.

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