Integration variabler Erneuerbarer in der Türkei

Übertragungsnetzausbau und Flexibilitätsoptionen in der Türkei bei wachsenden Anteilen variabler Stromerzeugung

  • Laufzeit: 10/2016 - 06/2017
©iStockphoto.com/Guner_Gulyesil©iStockphoto.com/Guner_Gulyesil

Das türkische Elektrizitätssystem wächst rapide. Allein zwischen 2002 und 2015 hat sich der Strombedarf von 133 Terawattstunden (TWh) auf mehr als 260 TWh nahezu verdoppelt. Da die Nachfrage weiterhin stark ansteigen wird, sind auch in Zukunft beträchtliche zusätzliche Erzeugungskapazitäten erforderlich. Die Ausbaustrategie der Regierung fokussiert auf eine Mischung aus Braunkohle, Kernenergie, Wasserkraft und Erneuerbaren Energien. Überall im Land bieten ausgezeichnete Solar- und Windverhältnisse bei hoher Flächenverfügbarkeit attraktive Bedingungen für die Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik.
Das Übertragungsnetz dem Wachstum an Erzeugung und Nachfrage gemäß auszubauen und zugleich wachsende Anteile an variablen erneuerbaren Energien in das System zu integrieren stellt eine große Herausforderung für den türkischen Übertragungsnetzbetreiber TEIAS dar – ebenso wie für viele andere Stromnetzbetreiber rund um den Globus. Ohne ein flexibles Stromsystem, wird jede Politik, die auf ein Wachstum von Strom aus Wind und Sonne zielt, nicht dauerhaft erfolgreich sein. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, Konzepte und konkrete Umsetzungsstrategien zu entwickeln, wie größere Anteile an erneuerbaren Energien sicher in das jeweilige Stromnetz integriert werden können.

Ziel des Projektes ist es, ein Verständnis für die Herausforderungen und Lösungsoptionen zur Entwicklung eines Energiesystems in der Türkei zu entwickeln, das in der Lage ist, den Besonderheiten variabler Erzeugung aus Wind und Sonne zu begegnen, und zwar sowohl hinsichtlich der erforderlichen Netzkapazitäten, als auch der betrieblichen Praxis und des angemessenen regulatorischen Rahmens.

Als Kooperationspartner wurden die türkische Beratungsfirma EPRA und IAEW Aachen ausgewählt. Diese Kooperation vereint profundes Wissen und ein detailliertes Modell des türkischen Stromnetzes mit breitem Know-how zur Erneuerbaren Energien-Integration in Deutschland und darüber hinaus. Das Projekt ist ein erster Schritt von Agora Energiewende zur Unterstützung der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems in der Türkei, in Kooperation mit lokalen Institutionen und Stakeholdern.

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