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Format
Pressemitteilung
Date
25. Februar 2026

Statement von Agora Energiewende zum Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz

Eine erste Einordnung von Julia Bläsius, Direktorin Agora Energiewende Deutschland, zu den gestern vorgestellten Eckpunkten der Bundesregierung zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz. 

Berlin, 25. Februar 2026. „Die Vorschläge zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz vergrößern Deutschlands Klimaschutzlücke – vor allem auf Kosten von Mieterinnen und Mietern sowie Haushalten mit kleinem Geldbeutel. Die nun vorgelegten Maßnahmen verlängern die Abhängigkeit von fossilem Gas beim Heizen und bergen ein Preisrisiko für Haushalte. Umso mehr kommt es nun im Gesetzgebungsprozess darauf an, Vebraucherinnen und Verbraucher vor Fehlinvestitionen und Mietende vor Mehrbelastung zu schützen: Einerseits, indem die Bundesregierung die Konditionen für CO₂-freie Heizungen durch gezielte Förderung und attraktive Strompreise verbessert. Und andererseits, indem sie für einen wirksamen Mieterschutz sorgt. Gleichzeitig sollte die Bundesregierung frühzeitig Kostentransparenz schaffen. Dazu gehört die schnelle Festlegung von Stufen für die „Biotreppe“, die die Knappheit von Grüngas reflektiert und künftige Preisentwicklungen aufzeigt. 

Wichtig ist zudem eine klare Regelung für Nachbesserungen durch einen Rückfallmechanismus, der spätestens 2030 automatisch greift, wenn der Gebäudesektor die Klimaziele verfehlt. 

Unklar bleibt mit den Eckpunkten, wie sich die Bedarfe für knappes Grüngas entwickeln. Das schwächt die Planungssicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher – insbesondere mit Blick auf die Entwicklung ihrer Heizkosten – aber auch für Industriekunden, die künftig stärker auf Grüngase angewiesen sind.“ 

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