Die Energie- und Klimapolitik ist traditionell geprägt von zwei widersprüchlichen Weltsichten: Die eine hält wirtschaftlichen Erfolg und Klimaschutz für Gegensätze, die andere sieht Klimaschutztechnologien als Motor für wirtschaftlichen Erfolg im 21. Jahrhundert. Die Investoren haben sich dabei längst entschieden: Seit 2013 werden mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen zugebaut als alle anderen Kraftwerke zusammengenommen, und in der Autoindustrie investieren
Risikokapitalgeber nur noch in Elektromobilität und Smart Mobility, nicht mehr in Benzin und Diesel.
Deutschland sieht sich beim Klimaschutz als Vorreiter. Doch im Wettlauf um den Zukunftsmarkt der Energiewendetechnologien kann man sich nicht auf früheren Erfolgen ausruhen. Vielmehr entscheidet sich jetzt, wer in Zukunft Vorreiter der weltweiten Energiewende ist, wer Mitläufer und wer Nachzügler. So haben China und Kalifornien jüngst bei Erneuerbaren Energien und Elektromobilität sehr ehrgeizige Ziele beschlossen – und mit konkreter Politik unterlegt.
In Deutschland steht nun die zweite Phase der Energiewende an. In dieser geht es darum, nicht nur eine Stromwende, sondern auch eine Wärme- und Verkehrswende in Gang zu setzen – und die ökonomischen Chancen der Energiewende entschlossen zu nutzen. Vor diesem Hintergrund zeichnet dieses Impulspapier das Big Picture 2030 und legt Vorschläge vor, wie das Gemeinschaftswerk Energiewende gleichzeitig Klimaschutz, ökonomischen Erfolg und Versorgungssicherheit gewährleisten kann.
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