Der Spotmarkt als Index für eine dynamische EEG-Umlage

Vorschlag für eine verbesserte Integration Erneuerbarer Energien durch Flexibilisierung der Nachfrage

Vorschlag für eine verbesserte Integration Erneuerbarer Energien durch Flexibilisierung der Nachfrage

Die EEG-Umlage ist mit rund 6 Cent pro Kilowattstunde zum signifikanten Einzelposten des Endkundenpreises aufgestiegen. Damit steigt der Anreiz sich über Eigenverbrauch gegen diese Kosten zu optimieren, Marktpreise zur optimierten Koordination von Angebot und Nachfrage geraten dadurch ins Hintertreffen. Dies führt dazu, dass es sogar bei negativen Marktpreisen betriebswirtschaftlich richtig sein kann, Eigenerzeugungsanlagen trotz zusätzlicher Gestehungskosten weiterhin laufen zu lassen. Die volkswirtschaftlich richtige Vorgehensweise, auf fossile Eigenerzeugung zu verzichten und Verbrauch in diese Zeiten zu schieben wird hingegen be- bzw. verhindert. Wenn die Erhebung der EEG-Umlage nicht mehr zeitunabhängig, sondern über eine entsprechend des Marktpreises dynamisierten Umlage erfolgt, können Angebot und Nachfrage besser d.h. kostenoptimierter aufeinander abgestimmt werden. Die Kosten für die Integration der Erneuerbaren Energien würden dadurch insgesamt sinken, da die Nachfrage flexibler auf das Angebot reagiert.

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Kernergebnisse

  1. 1

    Nur ein kleiner Teil des Strompreises von Endkunden ist vom Börsenpreis abhängig.

    Vor allem bei kleinerenKunden dominieren konstante Strompreisbestandteile. Dies ist ein Hemmnis bei der Mobilisierungvon Lastmanagementpotenzialen.

  2. 2

    Besserstellungen des Eigenverbrauchs dürfen nicht zu verminderter Effizienz und Flexibilität des Systems führen.

    Heutige Umlagebefreiungen isolieren die Eigenverbrauchsanlagen weitgehend von den Preissignalen der Strombörse und erschweren somit die Systemintegration von Erneuerbaren Energien.

  3. 3

    Eine Dynamisierung der EEG -Umlage kann Lastmanagementpotenziale mobilisieren und verbessert die Systemintegration der Eigenerzeugung.

    Sie gibt Anreize zur Steuerung der Erzeugung und Lastanpassungsowie zur Vermeidung negativer Preise. Dies führt zur Kostensenkung sowohl bei der Eigenerzeugungals auch im Gesamtsystem.

Bibliografische Angaben

  • Autoren

    Prof. Dr. Christian Nabe, Marian Bons

  • Publikationsnummer

    042/06-S-2014/DE

  • Versionsnummer

    1.1

  • Veröffentlichungsdatum

    06/2014

  • Seitenzahl

    38

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