Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Das ZEW ist ein gemeinnütziges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut in der Rechtsform einer GmbH. Es wurde 1990 auf Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Wirtschaft des Landes und der Universität Mannheim gegründet und nahm im April 1991 die Arbeit auf. Seitdem hat sich das ZEW als eines der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mit hoher europäischer Reputation etabliert.

Forschungsansatz

Der übergreifende Forschungsleitgedanke am ZEW ist die ökonomische Analyse funktionstüchtiger Märkte und Institutionen in Europa. Bei seiner Forschungsarbeit verfolgt das ZEW einen methodischen Pluralismus mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der mikroökonomischen und mikroökonometrischen Forschung. Das ZEW ist offen für interdisziplinäre Kooperationen und Perspektiven. Die Forschungsergebnisse werden sowohl im Wissenschaftsbereich vermittelt als auch über Studien, Publikationsreihen, die Medien und Weiterbildungsveranstaltungen an Unternehmen, Verbände und die Wirtschaftspolitik weitergegeben. Dabei hat sich das Forschungsinstitut unter anderem durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau von Datenbanken, die als Grundlage für die wissenschaftliche Forschungsarbeit herausragende Bedeutung haben, national und international profiliert.

Finanzierung der Forschungsarbeit

Die Zuwendungen des Gesellschafters Land Baden-Württemberg, die vor allem in die nicht-auftragsgebundene wirtschaftswissenschaftliche Forschung und die Finanzierung der Infrastruktur fließen, und die Rücklagen bilden 50 Prozent der Finanzierungsgrundlage für die Forschungsarbeit des ZEW. Die restlichen knapp 50 Prozent an Finanzmitteln entstammen fast ausschließlich drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten. Auftraggeber und Förderinstitutionen sind die Europäische Kommission, Ministerien und Einrichtungen des Bundes und der Länder, Unternehmen und Verbände, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Stiftungen (zum Beispiel VolkswagenStiftung oder Fritz Thyssen Stiftung) sowie nationale und internationale Organisationen.

Ideelle und finanzielle Unterstützung erfährt das ZEW auch durch den 1993 gegründeten Förderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW e.V. Die Mitglieder sind namhafte regionale und überregionale Unternehmen sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Wissenstransfer

Der Transfer der Forschungsergebnisse des ZEW an Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit erfolgt über entsprechende Mitteilungen an die Medien, durch Vorträge sowie Stellungnahmen und Gutachten, via Internet und in Form verschiedener Publikationen. So verfügt das ZEW mit den ZEW Economic Studies und den ZEW Wirtschaftsanalysen über zwei eigene Schriftenreihen und über eine Reihe von Magazinen und Forschungsberichten, wie etwa die ZEWnews oder den Branchenreport Informationswirtschaft, die national und auch international verbreitet werden. Darüber hinaus stellt das Forschungsinstitut sein Know-how zur Verfügung, indem es wissenschaftlich fundierte Seminare für Fach- und Führungskräfte aus dem In- und Ausland anbietet.

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