Klimaneutrale Industrie: Prioritäten für die 20. Legislaturperiode

Präsenzveranstaltung mit Live-Stream

  • Ort: Berlin
  • 07.10.2021, 13:15 - 20:00

Als erste Industrienation hat sich Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Der Weg dorthin ist im novellierten Klimaschutzgesetz vorgezeichnet. Dieses hat die Bundesregierung nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 29. April 2021 und mit Blick auf das neue europäische Klimaziel bis 2030 vorgelegt.

Für die deutsche Industrie, Garant für Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze, ist der Weg hin zur Klimaneutralität ein gewaltiges Transformationsprojekt: Bis 2030 sollen die Emissionen gemäß neuem Klimaschutzgesetz schrittweise um etwa 68 Prozent gegenüber dem Jahr 2020 auf 118 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent reduziert werden. Das bedeutet nicht weniger, als die Produktion industrieller Güter grundlegend zu modernisieren: Neue Technologien müssen entwickelt und eingeführt, Produktionsstraßen teilweise komplett umgebaut werden. Gleichzeitig bietet die anstehende Transformation die Chance, neue Geschäftsfelder zu erschließen und klimafreundliche Technologien weltweit zu vermarkten.

Damit die Transformation in gut zwei Jahrzehnten gelingen kann und der Industriestandort gleichzeitig erhalten bleibt, braucht es mehr als Klimaziele – es braucht verlässliche politische und rechtliche Rahmenbedingungen, die die Umstellung auf klimafreundliche Technologien begünstigen, die Transformation beschleunigen und ihre Risiken absichern. Bereits im Juni dieses Jahres hat die EU-Kommission mit dem fit-for-55-Paket einen Vorschlag für ein umfangreiches Umsetzungspaket vorgelegt. Jetzt geht es darum, dass auch in Deutschland die Weichen zum Erreichen der Klimaziele gestellt werden. Die nächste Bundesregierung wird dafür bereits in den ersten 100 Tagen Sofortmaßnahmen vorlegen müssen. Wie diese Rahmenbedingungen aussehen sollten und welche Weichen darüber hinaus nach der Wahl gestellt werden müssen, das wollten wir am 7. Oktober 2021 von Vertreterinnen und Vertretern aus Spitzenpolitik, Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft wissen.

Moderiert von Klaus Stratmann (Handelsblatt) – und erstmals nach mehr als eineinhalb Jahren wieder im Rahmen einer Präsenzveranstaltung – gab es eine lebhafte Diskussion zwischen Andreas Jung (CDU/CSU) und Dr. Ingrid Nestle (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Dr. Kajsa Borgnäs (Geschäftsführerin Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE), Dr. Martin Brudermüller (Vorstandsvorsitzender BASF SE), Dr. Brigitte Knopf (Generalsekretärin MCC) und Dr. Markus Krebber (Vorstandsvorsitzender RWE AG). Anschließend diskutierten Dr. Lukas Köhler (FDP) und Bernd Westphal (SPD) mit Dr. Thomas Becker (Leiter Nachhaltigkeit und Mobilität BMW), Wolfgang Lemb (IG MEeatll), Martina Merz (Vorsitzende des Vorstands thyssenkrupp AG) und Nicole Voigt (Boston Consulting Group).

Neben den etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort nahmen bis zu 250 Personen am Live-Stream teil.

Im Anschluss an die Diskussionsveranstaltung war das Publikum noch zum Launch der neuen Marke Agora Industry eingeladen.

PROGRAMM
Das detaillierte Programm finden Sie im Download-Bereich weiter unten.

MITSCHNITT
Den Mitschnitt finden Sie oben auf der Seite.

FOTOS
Wie bei fast all unseren Veranstaltungen war Rolf Schulten wieder für uns unterwegs, um die Atmosphäre vor Ort bestmöglich einzufangen. Das ist ihm wunderbar gelungen und seit Neuestem haben wir endlich die Möglichkeit, den ganzen Fotoschätzen mehr Sichtbarkeit zu geben. Schauen Sie doch mal ganz unten auf dieser Seite!

Veranstaltungsdetails

Klimaneutrale Industrie: Prioritäten für die 20. Legislaturperiode

Präsenzveranstaltung mit Live-Stream

07.10.2021 | 13:15 - 20:00

Auditorium Friedrichstraße
Raum: 4. OG
Friedrichstraße 180
10117 Berlin

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