Entwicklung der Strom-Netzentgelte 2017: Die regionalen Unterschiede nehmen zu

Kurzanalyse

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Nach einer Phase sinkender Netzentgelte im Zuge der Einführung der Netzregulierung steigen die Netzkosten und damit verbunden die Netzentgelte seit 2011 sukzessive wieder an. Hat ein Haushaltskunde im Durchschnitt im Jahr 2011 noch 5,75 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) gezahlt, so lag dieser Wert 2015 schon bei 6,51  (ct/kWh) – und damit fast wieder auf dem Niveau vor der Regulierung. Grund hierfür sind vor allem die deutlich steigenden Investitionen in die Übertragungs- und Verteilnetze, die von 3,8 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf etwa 6 Mrd. Euro im Jahr 2015 angewachsen sind.

Im Unterschied zu den Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien, die bundesweit einheitlich auf die Verbraucher verteilt werden, werden die Kosten des Netzausbaus jedoch immer dort getragen, wo sie anfallen – das heißt, jeder Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreiber verteilt seine Kosten auf die Kunden in seinem Netzgebiet. Dies führt dazu, dass die Entwicklung der Netzentgelte regional sehr unterschiedlich verläuft. Insbesondere im ländlichen Bereich steigen die Netzentgelte stark an, da hier – und nicht in den Städten – der Erneuerbare-Energien-Zubau stattfindet, gleichzeitig aber der Stromverbrauch oft aufgrund der geringeren Bevölkerungsdichte in Summe relativ niedrig ist.

Die Kurzanalye betrachtet beispielhaft zehn Verteilnetzregionen in Deutschland und analysiert die Entwicklung der zu zahlenden Netzentgelte für mehrere Verbrauchergruppen.

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Bibliografische Angaben

  • Autoren

    Andreas Jahn, Dr. Patrick Graichen

  • Veröffentlichungsdatum

    11/2016

  • Seitenzahl

    6

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