Kostengünstige Erneuerbare Energien für Südosteuropa

Kostensenkungspotenzial von "De-Risking"-Politiken bei Onshore-Windprojekten in Südosteuropa.

  • Laufzeit: 12/2018 - 09/2019

Die Länder Südosteuropas verfügen über ein hohes Potenzial für den Ausbau Erneuerbarer Energien. Sie haben jedoch  mit hohen Finanzierungskosten für Erneuerbare Projekte zu kämpfen, da diese von den Investoren in der Region immer noch als risikoreich bewertet werden. Infolgedessen sind die Kapitalkosten für Erneuerbare Energien höher - unnötig hoch. So könnte das Investitionsumfeld für Erneuerbare Energien in den südosteuropäischen Ländern (SEE-Ländern) erheblich gestärkt werden, wenn politische und regulatorische Risiken gemildert würden. Das würde zu niedrigeren Finanzierungskosten führen, die vergleichbar oder sogar unter denen bisheriger Investitionen in fossile Brennstoffe in der Region liegen. Regierungen können spezifische Investitionsrisiken adressieren, indem sie Politiken und finanzielle Instrumente einführen, die Investitionsentscheidungen nahezu "risikofrei" machen.  

Dieses Projekt konzentrierte sich auf den wirtschaftlichen Nutzen von "De-Risking"-Politiken für Windkraftprojekte in den SEE-Ländern. Sie baut auf der konzeptionellen Arbeit von Agora Energiewende zur "Risikominderung" von Investitionen in Erneuerbare Energien und den Vorschlägen für den neuen EU-Haushalt 2021-2027 auf, die es den Regierungen ermöglichen, einen Teil ihrer EU-Mittel für "Risikominderungsmaßnahmen" einzusetzen.

In dem Projekt wurde insbesondere das erhebliche Kostensenkungspotenzial für Investitionen in Erneuerbare Energien analysiert, das sich aus der Einbeziehung von De-Rrisking-Maßnahmen in den neuen EU-Haushaltsrahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Richtlinie über Erneuerbare Energien ergeben könnte. Unsere Analyse ergab, dass Maßnahmen zur Risikoreduzierung vielversprechende Instrumente zur Steigerung des Erneuerbaren-Ausbaus sind. Sie können einen erheblichen Einfluss auf die Finanzierungskosten für Erneuerbare Energien haben und so die Kosten für die Windenergie an Land um bis zu 30 Prozent senken.

Das New Climate Institute hat in Zusammenarbeit mit Agora Energiewende und unseren lokalen Think-Tank-Partnern Association for Sustainable Development (ASOR) aus Serbien und National Observatory of Athens (NOA)/Institute for Environmental Research and Sustainable Development (IERSD) aus Griechenland die im Projekt durchgeführten Untersuchungen durchgeführt. Das Projekt ist mit zwei regionalen Projekten der Agora Energiewende verbunden: South East Europe Energy Transition Dialogue und Western Balkans Energy Transition Dialogue.

Das Projekt wird von der European Climate Foundation (ECF), EUKI und dem österreichischen Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus unterstützt.

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