Kooperation im Bereich der Erneuerbaren-Politiken

  • Laufzeit: 05/2017 - 10/2018

Das Projekt analysiert Voraussetzungen zur Kooperation für Erneuerbare-Energien-Politiken. Das Pentalaterale Energieforum dient als Fallstudie, eingebettet in eine EU-weite Diskussion.

Bis 2030 werden etwa 50 Prozent des EU-Strommix aus Erneuerbaren Energien (RES) kommen. Solarenergie und Windenergie werden mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als die Hälfte dieses Anteils tragen. Für eine erfolgreiche Energiewende sind grenzüberschreitende Koordination und Kooperation entscheidend. Da die Dekarbonisierung auf kontinuierlichen Investitionen in Erneuerbare Energien beruht, ist es wichtig, wie die damit verbundenen Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Dies führt zu einigen Fragen:

  • Was sind die Kosten für den Einsatz von RES in Szenarien der grenzüberschreitenden Politikkoordinierung und Nichtkoordination?
  • Was sind die Möglichkeiten, über die Grenzen hinweg zu kooperieren, um die Kosten von RES-Projekten zu minimieren?
  • Welche (breiteren) Regulierungs- und Politikbereiche sollten bei der Gestaltung von Kooperationsinstrumenten für den RES-Ausbau berücksichtigt werden?

Die Öffnung von nationalen Fördersystemen für Erneuerbare verspricht einen kostenoptimalen RES-Ausbau, indem der Marktwert von Erneuerbaren, unabhängig von den nationalen Grenzen, maximiert und die Kosten der Förderung minimiert werden. Es stellt sich die Frage, ob dieser Ansatz, der auf spezifischen ökonomischen und juristischen Annahmen beruht, ausreicht, um in der EU und ihren Mitgliedsstaaten ein „level-playing field“ und einen kostenminimalen Erneuerbaren-Zubau ermöglichen. Potenziell vernachlässigt dieser Ansatz nämlich Verzerrungen, die sich aus unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen ergeben, die nicht leicht harmonisiert werden können (z. B. Unterschiede im Genehmigungsrecht, in den Netzanschlussbedingungen sowie im Bereich der Steuern und Abschreibungsregelungen).

Das Projekt soll die Voraussetzungen für eine sinnvolle grenzüberschreitende Kooperation im Bereich der Erneuerbare-Energien-Politiken analysieren. Die Region des Penatalateralen Energieforums ist die empirische Fallstudie, eingebettet in einen EU-weiten Diskurs des Projekts.

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