Ein sauberes, bezahlbares und sicheres Energiesystem in Südostasien

Das Programm zielt darauf ab, die Transformation im Stromsektor ambitionierter voranzutreiben, hin zu einem bezahlbaren, sicheren und sauberen Energiesystem in Südostasien.

  • Laufzeit: 09/2020 - 01/2024

Südostasien (SEA) ist eine der sich am schnellsten entwickelnden Regionen der Welt mit einem prognostizierten Anstieg des Energiebedarfs um 70 Prozent bis 2040. Kohle ist die größte Energiequelle in der Region und spielt in den aktuellen nationalen Energiesplänen eine wichtige Rolle. Mit etwa 130 Gigawatt an Kohlekraftwerken in der Pipeline ist Südostasien eine der letzten Regionen der Welt, die noch den Einsatz von Kohleprojekten in großem Maßstab in Betracht zieht. Auf Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam – die vier wichtigsten Länder im Fokus dieses Programms – fallen heute etwa 80 Prozent des gesamten Energieanteils in der SEA-Region, sie machen zudem etwa 72 Prozent des BIPs und 82 der Bevölkerung aus. Wie sich diese Länder künftig im Energiebereich entwickeln wird daher einen großen Einfluss darauf haben, ob die Region ihre Entwicklungsziele erreicht und dabei gleichzeitig eine saubere, sichere und erschwingliche Energieversorgung gewährleistet.

Die Anteile von Wind- und Sonnenenergie am Strommix in allen Ländern liegen trotz ihres enormen Potenzials immer noch unter 4 Prozent. Die wesentlichen Hindernisse für ihre Entwicklung sind in der gesamten Region ähnlich: ungleiche Wettbewerbsbedingungen zur Verbesserung der Kosten, Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit und der Netzkapazitäten, veraltete Energieplanungsmethoden und Annahmen, die nicht mit den globalen Trends Schritt halten, mangelnde politische Unterstützung sowie Pfadabhängigkeiten. Auch die grenzüberschreitende Integration der Energiesysteme in der Region hinkt noch immer hinterher, obwohl sie auf der Tagesordnung des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) steht. Im Jahr 2017 werden nur 5,5 Gigawatt an Verbindungsleitungen effektiv für den grenzüberschreitenden Austausch genutzt, weit entfernt von den 27 - 30 Gigawatt, die mittelfristig vorgesehen waren.

Diese langsame Integration erklärt sich durch die geografische Größe und Vielfalt der Region, aber auch durch institutionelle und regulatorische Herausforderungen. Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien kann einen weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Integration begünstigen, jedoch müssen diese länderübergreifenden Herausforderungen angegangen werden.

Das Programm „Clean, Affordable and Secure Energy for South-East Asia“ (CASE) zielt darauf ab, den Ehrgeiz bei der Transformation des Energiesystems zu erhöhen und Veränderungen hin zu kostengünstiger, sicherer und grüner Energie voranzutreiben. Der Fokus liegt auf den vier wichtigsten SEA-Ländern gemessen an der Energienachfrage und sieht regionale Maßnamen vor.

CASE setzt sich aus einem breiten Spektrum von Organisationen zusammen und wird von einem starken regionalen Verbund angetrieben. CASE wird den Entscheidungsträgern evidenzbasierte Lösungen anbieten, um den Herausforderungen bei der Gestaltung und Umsetzung des Energiesystems der Zukunft zu begegnen. CASE wird auch den Dialog und die Koordination im SEA-Energiesektor unterstützen, technische und politische Unterstützung leisten und den Dialog über eine neue Energievision erleichtern. Durch diese Aktivitäten wird CASE direkt zur Energiewende beitragen, hin zu einem innovativen, hocheffizienten, wirtschaftlich erfolgreichen und umweltfreundlichen Energiesystem als Vorbild für die ganze SEA-Region.

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