Japan

Die japanische Klima- und Energiepolitik hat sich seit dem schweren Erdbeben von 2011 und dem zeitweisen Abschalten der dortigen Kernkraftwerke infolge des Unglücks von Fukushima deutlich verändert. Die Regierung in Tokyo hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Anteil Erneuerbarer Energien im Strommix zu erhöhen: Das Ziel liegt bei 22 bis 24 Prozent im Jahr 2030. Infolgedessen erfuhr insbesondere die Photovoltaik ein starkes Wachstum: Im Jahr 2015 waren 34 Gigawatt an Solarkraftwerken in Betrieb, für weitere 68 Gigawatt bestanden Registrierungen. Allerdings steht das Land weiterhin vor Herausforderungen, die potenziell die Entwicklung Erneuerbarer Energien begrenzen und damit das Bekenntnis Japans zum Klimaschutz gefährden könnten.

Vor diesem Hintergrund ist Agora Energiewende im Jahr 2016 eine Partnerschaft mit dem Japanese Renewable Energy Institute (zuvor: Japanese Renewable Energy Foundation, JREF) eingegangen. Die Zusammenarbeit soll zum Austauschen von Wissen sowie Erkenntnissen zu den Transformationen der Energiesysteme in Deutschland und Japan dienen. Zudem ist Dr. Patrick Graichen, der Direktor von Agora Energiewende, zum Mitglied des Deutsch-Japanischen Energiewende-Rates (German-Japanese Energy Transition Council, GJTEC) berufen worden. Das hochrangig besetzte Expertengremium versteht sich als Dialog- und Forschungsplattform für Energiefragen.

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Aktuelle News

    Japans Stromnetz kann mehr Strom aus Wind und Sonne aufnehmen als die Regierung plant

    Trotz eines Solarbooms in den vergangenen fünf Jahren liegen Japans Ziele für Erneuerbare Energien unter dem weltweiten Durchschnitt. Bedenken über die Netzstabilität bremsen den Ausbau von Wind und Solar. Eine unabhängige Netzstudie zeigt: Es gibt technische Lösungen, um den Herausforderungen, vor denen Japan bei der Energiewende steht, zu begegnen.

     

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