Auf dem Weg zum EEG 3.0

  • Veranstaltung
  • 16.10.2014, 09:00 - 12:00
Auf dem Podium (v.l.n.r.): Dr. Patrick Graichen, Dr. Felix Chr. Matthes (Foto: Nikola Bock)

Wie finanzieren sich Erneuerbare Energien innerhalb eines neuen Marktdesigns?

Nach der EEG-Novelle ist vor der EEG-Novelle: Für 2016 ist die Verabschiedung des „EEG 3.0“ geplant. Ein wichtiger Bestandteil dieser Reform werden – so die Ankündigung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 – Versteigerungen sein, die im Grundsatz als wettbewerbliche Bestimmung der Förderhöhe dienen sollen.

Doch neben der Förderhöhe ist die Frage, was und wie gefördert wird, entscheidend. Nun, da die ersten 25 Prozent Erneuerbarer Energien erreicht wurden, stellt sich die Frage, wie der Schritt hin zu 50 Prozent sinnvoll gelingen kann. Dabei wird deutlich, dass künftig die Systemintegration von erneuerbaren und konventionellen Energieträgern zentral ist, da sonst ein unnötig hoher Flexibilitätsbedarf entsteht – mit entsprechend hohen Gesamtkosten.

Insofern sind der Strommarktdesignprozess und das EEG 3.0 zwei Seiten derselben Medaille: Es geht darum, ab 2017 die Regeln für ein sinnvolles Zusammenspiel der Erneuerbaren Energien mit den fossilen Energieerzeugern, der Stromnachfrage und den Stromspeichern zu organisieren. Vor diesem Hintergrund hat Agora Energiewende das Öko-Institut beauftragt, ein deutlich über das EEG 2.0 hinausgehendes EEG-Reformmodell zu entwickeln.

Das Reformmodell sieht vor, die derzeit geltende Form der EE-Finanzierung in Form von gleitenden Marktprämien durch Kapazitätsprämien auf Basis systemdienlicher Leistung zu ersetzen. Dies würde nach Auffassung der Gutachter – im Gegensatz zu heute – den Bau und Betrieb systemdienlicher EE-Anlagen anreizen und ein einheitliches Marktdesign für Erneuerbare Energien und konventionelle Anlagen entstehen lassen. Das neue Modell hätte jedoch auch ein anderes Risikoprofil für EE-Anlagenbetreiber zur Folge (höheres Strompreisrisiko, geringeres Wetterrisiko) und würde eine deutliche Umstellung für alle Beteiligten bedeuten.

Am 16. Oktober war das Öko-Institut eingeladen, das Modell vorzustellen. Im Anschluss daran wurde der Vorschlag von Vertretern verschiedener Interessengruppen bewertet und zur Diskussion mit dem Publikum gestellt.

PROGRAMM

Begrüßung und Einführung durch den Moderator

  • Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende, Berlin


Vorstellung der Studie: „Erneuerbare-Energien-Gesetz 3.0: Konzept einer strukturellen EEG-Reform auf dem Weg zu einem neuen Strommarktdesign“

  • Dr. Felix Chr. Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut


Statements à je 10 Minuten

  • Stefan Thimm, Fachgebietsleiter Erneuerbare Energien, BDEW, Berlin
  • Lothar Schulze, Mitglied der Geschäftsführung, Windwärts Energie GmbH, Hannover (Vortrag ohne Präsentation)
  • Dr. René Mono, Stellv. Vorstandsvorsitzender, Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn), Berlin (Vortrag ohne Präsentation)


Podiumsdiskussion und Diskussion mit dem Publikum