Transparenzdefizite der Netzregulierung

  • Veranstaltung
  • 22.06.2015, 12:00 - 13:45
Das Publikum beteiligte sich rege an der abschließenden Podiumsdiskussion (Foto: Mathias Paul)

Seit zehn Jahren werden in Deutschland die Stromnetze reguliert. Verbraucher, Öffentlichkeit, Wissenschaft und nicht zuletzt politische Entscheidungsträger haben ein berechtigtes Interesse an den Ergebnissen der Netzregulierung. Dem stehen jedoch ganz erhebliche Transparenzdefizite im Wege. Selbst die zentrale Zahl, nämlich die Kosten des Stromnetzes pro Jahr, ist unbekannt. Vage Schätzungen beziffern sie auf gegenwärtig ca. 18 Milliarden Euro jährlich, doch genaue Daten sind nicht verfügbar.

Agora Energiewende hatte deshalb das Beratungsunternehmen InfraCOMP beauftragt, in einer Studie auszuarbeiten, welche Defizite im Bereich der Netztransparenz heute vorliegen und welche Auswirkungen sie haben. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz von Transparenz sollte dabei nicht nur hinsichtlich der Verfügbarkeit von Netzdaten, sondern auch hinsichtlich der Regulierungsentscheidungen thematisiert werden. Da es sich hierbei in besonderem Maße um ein Verbraucherthema handelt, war Ingmar Streese vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gebeten, die Studie bei der Veranstaltung zu kommentieren. Die abschließende Podiumsdiskussion wurde dann durch Prof. Dr. Edda Müller von Transparency International Deutschland sowie Dr. Chris Mögelin von der Bundesnetzagentur (BNetzA) ergänzt.

PROGRAMM

Moderation: Dr. Patrick Graichen, Agora Energiewende

Begrüßung

  • Dr. Patrick Graichen, Agora Energiewende


Transparenzdefizite der Netzregulierung. Vorstellung einer Studie im Auftrag von Agora Energiewende  

  • Kevin Canty, infraCOMP


Verbraucherschutz und Transparenz, allgemein und mit Blick auf die Netzregulierung

  • Ingmar Streese, vzbv


Podiumsdiskussion

  • Kevin Canty
  • Dr. Chris Mögelin, BNetzA
  • Prof. Dr. Edda Müller, Transparency International Deutschland
  • Ingmar Streese

Veranstaltungsort

Medizinhistorisches Museum der Charité

Hörsaalruine
Charitéplatz 1 (auf dem Gelände: Virchowweg 17)
10117 Berlin


Medizinhistorisches Museum der Charité