Strompreise und industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Polen

  • Industrie
  • Polen und Tschechien
  • Laufzeit: 04/2014 - 11/2014
© Superingo - Fotolia
Ingo Hoffmann

Zusammenfassung

Die Konkurrenzfähigkeit der Industrie steht im Vordergrund der polnischen Debatte über die Zukunft (und den Sinn) der Klima- und Energiepolitik. Es herrscht vielfach die Meinung vor, dass niedrige Strompreise die wichtigste Bedingung für die erfolgreiche Entwicklung der Industrie seien.

Die Debatte über die Auswirkungen der Strompreise auf die Industrie ist sehr komplex. Ziel dieses Projektes war es, das Thema zu strukturieren und besser zu verstehen. Das Projekt wurde innerhalb des Forums für Energieanalysen (Warschau) erarbeitet, einem Partnerprojekt von Agora Energiewende.

Das Ergebnis der Studie lautet, dass etwa 2,2 Prozent der allgemeinen Kosten der Unternehmen auf den Strom entfallen. Für etwa zehn Prozent der Unternehmen sind Strompreise sehr wichtig, weil sie zu den energieintensiven Betrieben zählen. Diese profitieren bereits heute von Ausnahmen, sogenannten „Carbon leakage“-Instrumenten, die auf nationaler Ebene geregelt sind.

Die Studie hat auch gezeigt, dass die Strompreise nicht der wichtigster Faktor für die Konkurrenzfähigkeit sind und dass er nicht für alle Branchen gleich wichtig ist. Bedeutender sind die Qualität der Versorgungssicherheit und der Netzanschluss. In der Studie wurde zudem analysiert, welche Industriebranchen in Polen zukunftsorientiert sind und damit die Wirtschaft Polens weiter vorantreiben werden.