Transparente Energiewirtschaft

  • Regulierung und Transparenz
  • Netze
  • Deutschland
  • Laufzeit: 12/2014 - 01/2018

Zusammenfassung

Bei der Umsetzung der Energiewende wird zunehmend deutlich, dass ein wichtiger Aspekt bislang nicht ausreichend berücksichtigt wird: Der Aspekt der Transparenz und der Verfügbarkeit von Daten. Transparenz ist unverzichtbar für eine effiziente Energiewende, für die Fundierung politischer Entscheidungen sowie aus Verbraucherschutzperspektive.

Um im Zuge der Energiewende den Wandel des Energiesystems innovativ und effizient vorantreiben zu können, sind die wettbewerblichen Akteure des Energiemarktes auf verlässliche Daten  und massengeschäftstauglich ausgestaltete Schnittstellen zum regulierten Bereich angewiesen. Auf dieser Basis sollen effiziente Investitionsentscheidungen und eine kostenoptimierte Energiewende und sichere Energieversorgung gewährt werden. Insbesondere der Trend hin zu einer großen Zahl kleiner und dezentraler Anlagen macht ausnahmslose Transparenz im Verteilnetzbereich mehr denn je erforderlich.

Zum zweiten muss die Diskussionen über die – auch aufgrund der Energiewende erforderliche – Weiterentwicklung der Anreizregulierung für die Strom- und Gasnetze heute in weiten Teilen qualitativ geführt werden. Die quantitative Absicherung scheitert in der Regel an mangelnder Datenverfügbarkeit: Über Kostenentwicklungen im Netzbereich ist wenig bekannt und über das Investitionsverhalten der Netzbetreiber lediglich hoch aggregiertes und auf Stichproben basierendes Zahlenmaterial. Damit die Politik fundierte Entscheidungen treffen kann, ist es unabdingbar, das bestehende Transparenz-Defizit im Bereich der Netzdaten zu beseitigen.

Zum dritten ist bis heute unklar, wie sich seit Beginn der Regulierung 2005 die Kosten des Netzes entwickelt haben. In Anbetracht der Tatsache, dass der Umbau des Systems der Energieversorgung in Deutschland Kosten auslöst, denen Netznutzer nicht ausweichen können, muss dieses Daten-Defizit im Interesse des Verbraucherschutzes behoben werden.

Mit dem Projekt „Transparente Energiewirtschaft“ soll die Diskussion um die Beseitigung des Transparenzdefizits angeregt und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation eingebracht werden.