Methoden der Netzentwicklung

  • Akzeptanz
  • Netze
  • Regulierung und Transparenz
  • Deutschland
  • Laufzeit: 03/2013 - 09/2013
© Rocco Bittner
Rocco Bittner

Zusammenfassung

Ein zügiger Netzausbau ist zentral für das Gelingen der Energiewende. Damit dies geschieht, ist eine transparente, nachvollziehbare und dialogorientierte Netzplanung unabdingbar. Mit dem Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2012 und dem anschließend vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf eines Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG) wurde ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung getan.

Es hat sich aber im Laufe des Verfahrens auch gezeigt, dass der Prozess noch erhebliches Verbesserungspotenzial hat:

  • Nach geltendem Recht soll jährlich ein neuer NEP erarbeitet werden, alle drei Jahre ein neuer Bundesbedarfsplan. Dies führt dazu, dass sich derzeit vier verschiedene Prozesse überlagern (Gesetzgebungsprozess BBPlG, NEP 2013, Szenariorahmen NEP 2014 und Offshore-NEP). Alle Beteiligten sind sich einig, dass hier ein anderes Verfahren gefunden werden muss.
  • Bei der Erstellung des NEP wurden bislang mögliche alternative Szenarien (beispielsweise alternative Standorte der Erneuerbare-Energien-Anlagen und der konventionellen Kraftwerke, effiziente Abregelung der Erneuerbaren-Energien-Anlagen) nicht berücksichtigt. Dies hat die Akzeptanz des NEP bei Umweltverbänden erheblich geschmälert, mit der Folge, dass Klagen gegen das BBPlG zu erwarten sind.

Derzeit gibt es noch kein Konzept für ein alternatives Planungsvorgehen, das für kommende Netzentwicklungsplanungen anwendbar wäre. Agora Energiewende schließt zusammen mit BET diese Lücke. Gemeinsam mit weiteren Experten und Stakeholdern wurde ein alternatives Vorgehen erarbeitet, das wissenschaftlich fundiert, akzeptiert und transparent durchführbar ist. Danach wurden die Verfahren in der Modellpraxis überprüft und wissenschaftlich kommentiert.