• 24.08.2012

Diskussionsveranstaltung: Brauchen wir einen Kapazitätsmarkt?

Auch unter den Vorzeichen der Energiewende werden noch für einige Jahrzehnte fossile Kraftwerke benötigt, um die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten – gerade weil die Stromproduktion aus Photovoltaik und Windkraft wetterabhängig ist und somit nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn die Stromnachfrage hoch ist.

Diskussionsveranstaltung organisiert von Enetrgie und Management und Agora zur Energiewende Berlin, Stiftung Mercator, 24.08.2012 Fotograf: HC Plambeck

Dabei besteht spätestens im Zeitraum zwischen 2019 bis 2021 Neubaubedarf aufgrund der dann wegfallenden letzten sieben Kernkraftwerke mit einer Leistung von acht Gigawatt.

Umstritten ist, ob der bestehende Strommarkt, der ausschließlich Strommengen handelt und vergütet (Energy-Only-Markt), in der Lage ist, das derzeitige hohe Niveau an Versorgungssicherheit dauerhaft zu garantieren. Insbesondere geht es um die Frage, ob neben dem Energy-Only-Markt Kapazitätsmärkte oder strategische Reserven notwendig werden, um den Bau neuer Kraftwerke attraktiv zu machen.

Kommt man zu der Einschätzung, dass neue Instrumente notwendig sind, besteht – aufgrund der langen Vorlaufzeiten für den Bau von neuen Kraftwerken – spätestens 2014 politischer Handlungsbedarf, ein neues Strommarktdesign zu etablieren.

Vor diesem Hintergrund haben Agora Energiewende und Energie & Management am 24. August 2012 führende Experten zu einem Fachgespräch eingeladen. Auf der Veranstaltung wurden folgende Fragen diskutiert:

  • Brauchen wir einen Kapazitätsmarkt?
  • Wenn ja, wie sollte dieser ausgestaltet werden?

Den Tagungsband zu der Veranstaltung können Sie sich weiter unten im Download-Bereich herunterladen. Zudem ist ein ausführlicher Tagungsbericht in der Energie & Management 18/2012 veröffentlicht worden und hier nachzulesen.

ANSPRECHPARTNER INHALTLICHE FRAGEN
Dr. Patrick Graichen
Projektleiter Strommarkt und Versorgungssicherheit
+49 (0)30.2844901-05